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Generalkonsulat des Königreiches der Niederlande
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Häufig gestellte Fragen über die Niederlande

Die Niederlande: versäult?

Der Begriff "Versäulung" war früher kennzeichnend für die niederländische Gesellschaft. Mit den "Säulen" sind die weltanschaulichen Strömungen (katholisch, protestantisch, sozialistisch und liberal) gemeint, die vielen gesellschaftlichen Organisationen (Fernsehen, Vereinsleben, Interessenorganisationen) zugrunde lagen. Die Versäulung hat dazu beigetragen, dass es zwischen den verschiedenen weltanschaulichen Gruppen kaum zu Konflikten kam, da jede Gruppe mehr oder weniger eigenständig neben anderen existierte.



Stimmt das Bild, das man im Ausland von der niederländischen Asylpolitik hat?

Ja und nein. Die Niederlande sind ein Transitland mit offenen Grenzen, und wollen
das auch bleiben. Jedes Jahr beantragen in den Niederlanden zwischen dreißig-
und fünfzigtausend Menschen Asyl. Sie durchlaufen ein umfangreiches juristisches
Verfahren. Jeder Ausländer, der angibt, wegen seiner Rasse, seines Glaubens,
seiner Zugehörigkeit zu einer sozialen Gruppe oder seiner politischen Überzeugung
verfolgt zu werden, wird zum Asylverfahren zugelassen.



Heiraten in den Niederlanden?

Sie können in den Niederlanden nur heiraten, wenn eine der Parteien die niederländische Nationalität besitzt oder wenn Sie seit mindestens 6 Monaten in den Niederlanden wohnhaft und dort auch gemeldet sind. Die Ehe für Partner des gleichen Geschlechts gibt es seit April 2001.



Kann ein Patient zur Sterbehilfe in die Niederlande kommen?

Das ist unmöglich, da zwischen dem behandelnden Arzt und dem Patienten ein Vertrauensverhältnis bestehen muss. Das Melde- und Überprüfungsverfahren setzt voraus, dass der Patient sich in einem aussichtlosen Zustand befindet, unerträglich leidet und seine Bitte um Sterbehilfe freiwillig und nach reiflicher Überlegung äußert. Will der Arzt dies beurteilen können, muss er den Patienten gut kennen und seit längerer Zeit behandelt haben.



Warum ist der Konsum von Drogen in den Niederlanden nicht strafbar?

In den Niederlanden konzentriert man sich darauf, individuelle und allgemeine Risiken des Drogenkonsums zu vermeiden und zu begrenzen. Daher bietet man Drogensüchtigen Hilfe bei der Entwöhnung und der Verbesserung ihrer körperlichen und geistigen Verfassung und ihrer sozialen Umstände. Da der reine Eigenkonsum von Drogen straffrei ist und Konsumenten keine stigmatisierenden Vorstrafen zu befürchten brauchen, ist die Schwelle zu den Hilfsangeboten niedrig.



Arbeiten in den Niederlanden?

In den Niederlanden sind die "arbeidsbureaus" (Arbeitsämter) bei der Suche nach einer Stelle behilflich. Für ein befristestes Arbeitsverhältnis kann man sich bei einem sog. "uitzendbureau" melden. Nähere Informationen dazu enthält die EURES-EUREGIO Broschüre "Informationen über Arbeiten in den Niederlanden", die bei den Arbeitsämtern und der EUREGIO erhältlich ist (EUREGIO, Postfach 1164, 48572 Gronau, Tel. 02562-7020, Fax 02562-70259). Ausführliche Informationen zum Thema Arbeiten in den Niederlanden finden Sie auf dieser Website.



Adressen für Schüler/Jugendaustausch?

Die Europäische Plattform für das Niederländische Schulwesen verwaltet einige nationale und europäische Förderprogramme, über die niederländische Schulen über Kooperations- und Austauschprojekte mit Schulen im Ausland zusammenarbeiten können. (Europees Platform - internationaliseren in onderwijs, Postbus 1007, 2001 BA Haarlem,Tel. +32 23 5531150)
Austausch.nl



Die niederländische Sprache?

Niederländisch ist nicht, wie viele Deutsche meinen, ursprünglich ein deutscher Dialekt gewesen, sondern hat sich als selbständige Kultursprache entwickelt. Als die niederländische Bibelübersetzung zustandekam, gab es die niederländische Sprache schon, Luther hingegen musste zum Sprachschöpfer werden. Das Niederländisch ist "wild gewachsen" als Umgangs-, Handels- und Alltagssprache des Volkes.



Studieren in den Niederlanden?

Die 'Nuffic' ist die niederländische Organisation für internationale Zusammenarbeit im Tertiärunterricht. Die wichtigsten Aktivitäten sind die Verwaltung der Programme, die Abschlussbewertung und der Unterrichtsvergleich, Untersuchungen, Beratungen, Netzwerkunterstützung und Öffentlichkeitsarbeit.

(NUFFIC, Postfach 29777, NL-2502 LT Den Haag, Tel. 0031 70 4260260, Fax 0031 70 4260399, Internet: www.nuffic.nl)



Poldermodell?

Nach dem sog. Poldermodell setzten sich Arbeit und Kapital organisiert an einen Tisch. 1982 wurde in Wassenaar einen Pakt zwischen Staat, Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände geschlossen, das sogenannte "Abkommen von Wassenaar". Mit diesem Abkommen haben sich Arbeit, Kapital und Politik auf einen langfristigen Kurs festgelegt, um Arbeitsplätze zu schaffen: mit Arbeitszeitverkürzung und Lohnsenkung. Ausführliche Informationen zum Poldermodell finden Sie auf dieser Website unter Wirtschaft und Arbeitsmarkt und Wirtschafts- und Sozialreformen.



Die niederländische Küche?

Traditionelle Rezepte sind bei Botschaft und Generalkonsulaten erhältlich, wie zum Beispiel: Erbensuppe, Stamppot Boerenkool (Eintopf mit Grünkohl) mit Krakauer oder Räuchermettwürstchen (rookworst), Poffertjes (Süßspeise: Mehl, Salz, Hefe, Milch, Butter und Puderzucker, in einer speziellen Pfanne mit kleinen Mulden für die Poffertjes, nur in Holland erhältlich), Spekulatius (Gebäck das man traditionell am Nikolausabend isst), Oliebollen (Krapfen, ein typisches Silvestergebäck) und Kandeel (altes niederländisches Getränk, das u.a. Rhein- oder Moselwein, Eigelb, Zimt und Zucker enthält).



Gardinen-Steuer in den Niederlanden?

Das niederländische Steuergesetz von 1821 umfasste direkte und indirekte Steuern.
Zu den direkten Steuern gehörten u.a.: die "Personalsteuer" auf der Grundlage von: Mietwert, Türen, Fenstern, Kaminen, Mobiliar, Dienern und Pferden. Für Türen und Fenster bezahlte man nicht nach Größe der Öffnungen, sondern nach Größe der Gemeinde: 40 Cent in kleineren Gemeinden oder 1,10 Gulden in größeren. Ab 1896 wurden Türen, Fenster und Kamine nicht mehr besteuert. Die Geschichte mit der "Gardinensteuer" muss wohl aufgrund der einstmals erhobenen "Fenstersteuer" entstanden sein. Eine "Gardinensteuer" hat es in den Niederlanden jedoch nie gegeben.




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Last update: 21-03-2007 • www.niederlandeweb.de

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